|
|
 |
12. - 26. Juli 2003 |
|
Schon die Anreise mit dem Auto war im dicht gedrängten Urlauberverkehr ein
wahres Abenteuer, als wir am späten Nachmittag des 11. Juli in Pisa, der
ersten Station unseres Sommer Trips ankamen. Hier sollten wir, Gregor
Schinko, Hugo Kristof und ich, nach einer Besichtigung der weltberühmten
Sehenswürdigkeiten zwei unserer Segelkameraden treffen, die mit dem
Flugzeug, bzw. mit der Bahn in die italienische Stadt gereist waren. Bei
einem typisch italienischen, mehrstündigen Abendessen hießen wir unsere
Freunde Peter Moser und Thomas Rainer willkommen, und nach einer kurzen
Nacht traten wir in einem Auto mit defekter Klimaanlage, dicht gedrängt,
die Weiterreise nach Piombino an, wo wir uns Richtung Portoferraio
einschifften. Die Passage nach Elba verlief reibungslos und am Nachmittag
des 12. Juli begannen wir in der Gluthitze des Toskanischen Archipels,
Gepäck und Proviant auf die "GO EAST", eine fast 46 Fuß langen Bavaria, zu
verladen. Unser erfahrener Skipper Hans- Jürgen Pfeiffer hatte bereits mit
Bernhard Oswald das Schiff in der Marina von Portoferraio übernommen,
weshalb wir nach einem letzten italienischen Espresso für viele Seemeilen
sofort auslaufen konnten.
|  |
|
Vor der Westküste Elbas kreuzten wir zwei Tage lang um zu fischen, bevor
wir nach mäßigen Fangergebnissen am Abend des 14. Juli im Jachthafen von
Bastia eintrafen. Die feuchtfröhlicher Feier des französischen
Nationalfeiertags hinderte uns jedoch nicht daran, am frühen Morgen
bereits wieder Segel zu setzen und unsere Korsikaumrundung fortzuführen.
Unbeschwerte Tage verbrachten wir bei Cap Corse, das vor allem durch seine
landschaftliche Schönheit und eine enorme Vielfalt an Flora aun Fauna,
unter Wasser wie auch zu Lande, beeindruckte.
Der Wind frischte jedoch ständig auf und zwang uns, im Hafen von Calvi
Schutz zu suchen.
|  |
| |
 |
Windspitzen von über 40(!) Knoten im Hafen machten es
beinahe unmöglich, mit dem Beiboot an Land zu fahren, doch vollkommen
durchnässt schafften wir es schließlich doch noch, die gewaltige Zitadelle
und die malerische Innenstadt von Calvi zu besichtigen. Unter den
wachsamen Augen der französischen Fremdenlegion, die in Calvi ein
Ausbildungslager unterhält, lagen wir wegen eines Sturmes zwei Tage im
Hafen, doch nützten wir die Zeit gut, um korsische Spezialitäten zu
verkosten und uns ganz dem Flair dieser atemberaubenden Stadt hinzugeben.
|
 |
Letzten Endes legte sich der Sturm jedoch etwas, bei hervorragendem Wind
und hohem Seegang jagten wir gen Süden, Ajaccio, der Geburtsstadt
Napoleons entgegen.
Nach kurzer Besichtigung des Geburtshauses des Kaisers der Franzosen, ging
der NAST 2003 Törn weiter nach Bonifacio, einer auf hohen Klippen
errichteten, uneinnehmbaren mittelalterlichen Stadt, die kulturell
zweifellos den Höhepunkt unserer großen Fahrt bildete.
 |
Fasziniert von der eindrucksvollen Küstenstadt nahmen wir für wenige Tage
Abschied von Korsika, um den Norden von Sardinien zu erkunden. Einsame
Strände und wildromantische Buchten erwarteten uns auf der zweitgrößten
italienischen Insel, und bescherten uns unvergessliche Abende unter einem
gigantischen Sternenhimmel, der wegen der Abgeschiedenheit dieses Ortes
klarer und heller leuchtet, als an den meisten anderen Orten in Europa.
Den südlichsten Punkt unserer Reise rasch hinter uns lassend, segelten wir
bei immer schwächer werdendem Wind die Ostküste Korsikas entlang, bis wir
kurz vor Bastia gezwungen waren, den Motor anzuwerfen und so die Heimreise
nach Elba anzutreten.
In einer ruhigen Bucht an der Ostküste feierten wir bei Jakobsmuscheln und
erlesenen Weinen die gelungene Umrundung Korsikas, ehe am 26. Juli eine
glückliche Mannschaft ein vollständig intaktes Schiff seinem Eigentümer in
Portoferraio übergeben konnte.
|
 |
|
|
|
|
|