|
|
 |
|
 |
|
Die ersten vom Menschen geschaffenen Siedlungen auf Sardinien reichen in weit zurückliegende
Epochen der Vorgeschichte zurück und entstanden, wie mehrere Funde bezeugen,
zunächst entlang der Küste, da sie leichter zugänglich und einladender war als das wilde,
schwierige Inselinnere. Die ersten Sarden waren daher sicherlich auch Seefahrer und in der
Lage, von Gebiet zu Gebiet zu ziehen und eine Art wenngleich primitiven Fischfangs zu treiben.
Am Anfang der Geschichte, den man an den Beginn der nuraghischen Zeit (ca. 2000 v. Chr.) legen kann,
nahm die Besiedlung der Küstengebiete beständig zu - ein Phänomen, das in den folgenden
Jahrhunderten ausbleiben sollte -, so daß man selbst heute noch nicht selten Reste von Siedlungen
und einfachen Nuraghen in Küstennähe findet.
|  |
|
Sardinien wurde jedoch aufgrund seiner Insularität
und seiner zentralen Position im Mittelmeer zu einem der interessantesten Eroberungsgebiete für
die wirtschaftlich stärkeren und angriffslustigen Nachbarvölker und der Reihe nach von Phöniziern,
Karthagern, Römern, Aragoniern, Spaniern und letztendlich Piemontesen eingenommen;
außerdem litt die Insel jahrhundertelang unter grausamen Pirateneinfällen,
gegen die viele, wenn auch häufig unnütze, spanische Küstentürme errichtet wurden,
die heute noch zu sehen sind.
|
|
Die Nordküste ist abgesehen von dem Abschnitt um ...den Maddalena Archipel relativ
gleichmäßig ...gestaltet und dennoch geologisch wie morphologisch äußerst interessant.
Von Westen nach Osten gliedert sie sich in die schieferhaltige Stintino Halbinsel,
der die schöne Asinara Insel vorgelagert ist; die ausgedehnten Strände des Asinara
Golfes, die höher gelegene Trachytküste der Anglona, die auffallend roten Porphyrfelsen
zwischen Valledoria und Costa Paradiso und die herrliche Granitküste der Gallura mit ihren
äußerst steilen Abschnitten, unzähligen Kleinbuchten und bezaubernden Stränden.
Von Stintino bis Santa Teresa führt die Küste eine Panoramastraße entlang,
die zahlreiche Ausblicke und kurze Abzweigungen zu herrlichen Strandbuchten bietet.
Die wichtigsten Ortschaften von Westen aus sind: Stintino, Platamona, Castelsardo,
Costa Paradiso; die Strände von Vignola und Portobello.
|
 |
Die Westküste, die mit der steilen Westküste von Stintino beginnt,
folgt einer fast geraden nord-süd Orientieringslinie, und ist vorweigend hoch und
steil. Hier fehlt es nicht an großen und kleinen Inseln. Auch lange Sandstrände sind
vorhanden, jedoch ist die West-Küste sicher öder als die Ostküste.
Unter den eindrucksvollsten Orte muss an Capo Falcone von Stintino, an die Küste von der Argentiera,
an die große panoramische Bucht von Porto Conte mit Capo Caccia und die berühmten
Neptuns Grotten erinnert werden.
|
Die Südküste, die sich grob vom Teulada zum Carbonara Kap erstreckt, birgt den großen,
etwas nach Osten versetzten Golf von Cagliari mit den langen Stränden Poetto und Quartu
Sant'Elena. Im Westen erstreckt sich ab dem mächtigen Profil des wilden Teulada Kaps
die herrliche, an prachtvollen Sandstränden reiche Costa del Sud am gleichnamigen Golf,
die nach dem Spartivento Kap in die Strände der schönen Chia Küste übergeht und weiter
bis zu den interessanten, archäologischen Ausgrabungsstätten von Nora bei Pula reicht.
Zusammen mit dem vom beeindruckenden Carbonara Kap überragten und durch die Cavoli
und Serpentara Inseln aufgelockerten, herrlichen Küstenstreifen von Villasimius im Osten
ist dies die vom Tourismus am stärksten erschlossene Gegend der Südküste.
|
Die Ostküste ist vor allem in ihrem nördlichen Abschnitt die vom Tourismus am stärksten
erschlossene Inselseite, da dort die berühmte, herrliche Smaragdküste (Costa Smeralda)
am zerklüftetsten Küstenabschnitt Sardiniens entstanden ist: ein an kleinen Inseln,
Felsen und unzähligen Kleinbuchten reicher Naturraum mit klarem Wasser und sandigem
Meeresboden, der Stellen mit einzigartigem Panorama bietet. Südlich davon setzt die
Küste von Olbia und die Strände von San Teodoro ein, deren Landschaftsbild durch die
vorgelagerten Inseln Tavolara und Molara bestimmt wird. Nach den niedrigen, sandigen
Küstenstreifen von Posada, Siniscola und Orosei beginnt die eindrucksvolle Kalkküste
des Golfs von Orosei, die den intaktesten Teil Sardiniens darstellt. In der Tat zählt
dieses zu den Gemeinden Dorgali-Cala Gonone und Baunei gehörenden und durch den
Gennargentu Nationalpark geschützten Küstenteil durch das Vorhandensein der Mönchsrobbengrotte,
zu den schönsten Stränden Italiens.
|
|
 |
|
|
|
|